Sie möchten Ihre eigene Website erstellen und haben sich für WordPress entschieden? Hervorragende Wahl! WordPress ist das weltweit beliebteste Content-Management-System und wird von über 40 % aller Websites genutzt – vom persönlichen Blog bis zum Unternehmensauftritt. In diesem umfassenden WordPress Tutorial führen wir Sie bei fokus it solutions Schritt für Schritt von der ersten Idee bis zur fertigen, suchmaschinenoptimierten Website.
Schritt 1: Das richtige Hosting wählen
Bevor Sie WordPress installieren können, benötigen Sie ein Webhosting – also einen Server, auf dem Ihre Website gespeichert wird und rund um die Uhr erreichbar ist. Die Wahl des Hostings ist eine der wichtigsten Entscheidungen, da sie direkt die Geschwindigkeit, Sicherheit und Zuverlässigkeit Ihrer Website beeinflusst.
Arten von WordPress-Hosting
| Hosting-Art | Geeignet für | Kosten ab |
|---|---|---|
| Shared Hosting | Kleine Blogs, Einsteiger | 3–5 €/Monat |
| Managed WordPress | Unternehmenswebsites, Shops | 10–15 €/Monat |
| VPS-Hosting | Große Projekte, Entwickler | 15–30 €/Monat |
Für die meisten Einsteiger empfehlen wir unser Managed WordPress Hosting. Hier ist WordPress bereits vorinstalliert, automatische Updates und Backups sind inklusive, und unser Support-Team hilft bei Fragen. So können Sie sich voll auf Ihre Inhalte konzentrieren.
Domain registrieren
Neben dem Hosting benötigen Sie eine Domain – die Adresse, unter der Ihre Website erreichbar ist (z. B. ihre-firma.de). Wählen Sie einen kurzen, einprägsamen Namen, der zu Ihrem Projekt passt. Bei fokus hosting können Sie die Domain direkt mitbestellen.
Schritt 2: WordPress installieren
Bei unserem Managed Hosting ist WordPress bereits vorinstalliert – Sie können diesen Schritt überspringen und direkt mit der Einrichtung beginnen. Wenn Sie WordPress manuell installieren möchten (etwa auf einem eigenen VPS), gehen Sie wie folgt vor:
- Laden Sie WordPress von wordpress.org herunter
- Entpacken Sie die Dateien und laden Sie sie per FTP auf Ihren Server
- Erstellen Sie eine MySQL-/MariaDB-Datenbank
- Rufen Sie Ihre Domain im Browser auf
- Folgen Sie dem Installationsassistenten (Datenbankzugangsdaten eingeben, Admin-Konto erstellen)
Die gesamte Installation dauert nur etwa 5 Minuten – WordPress wirbt nicht umsonst mit der „berühmten 5-Minuten-Installation".
Schritt 3: Das WordPress-Dashboard kennenlernen
Nach dem Login erreichen Sie das WordPress-Dashboard unter ihre-domain.de/wp-admin. Hier verwalten Sie alles: Inhalte, Design, Plugins, Benutzer und Einstellungen. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um die wichtigsten Bereiche kennenzulernen:
- Beiträge: Hier erstellen und verwalten Sie Blog-Artikel
- Seiten: Für statische Inhalte wie „Über uns", „Kontakt" oder „Leistungen"
- Design: Theme-Auswahl, Menü-Verwaltung, Widgets und Customizer
- Plugins: Erweiterungen installieren und verwalten
- Einstellungen: Grundlegende Website-Konfiguration
Grundeinstellungen vornehmen
Bevor Sie mit der Gestaltung beginnen, sollten Sie einige wichtige Grundeinstellungen festlegen: Unter „Einstellungen → Allgemein" tragen Sie den Seitentitel und den Untertitel ein. Unter „Einstellungen → Permalinks" wählen Sie „Beitragsname" – das erzeugt suchmaschinenfreundliche URLs wie ihre-domain.de/mein-erster-beitrag statt kryptischer Zeichenketten.
Schritt 4: Das passende Theme auswählen
Das Theme bestimmt das Erscheinungsbild Ihrer Website. WordPress bietet tausende kostenlose und Premium-Themes. Achten Sie bei der Auswahl auf folgende Kriterien:
- Responsives Design: Die Website muss auf Smartphones und Tablets gut aussehen
- Ladegeschwindigkeit: Ein schlankes Theme lädt schneller und rankt besser bei Google
- Regelmäßige Updates: Das Theme sollte aktiv gepflegt werden
- Gute Bewertungen: Mindestens 4 Sterne und viele aktive Installationen
- Kompatibilität: Das Theme sollte mit gängigen Plugins wie WooCommerce kompatibel sein
Empfohlene kostenlose Themes
Für den Einstieg empfehlen wir folgende bewährte kostenlose Themes: Astra (schnell und vielseitig), GeneratePress (leichtgewichtig und performant), Kadence (modern mit integriertem Header-Builder) und OceanWP (viele Anpassungsmöglichkeiten). Alle vier sind gut dokumentiert, werden regelmäßig aktualisiert und sind mit den meisten Plugins kompatibel.
Schritt 5: Wichtige Plugins installieren
Plugins erweitern die Funktionalität von WordPress. Mit den richtigen Plugins verwandeln Sie Ihre Website in ein professionelles Werkzeug. Hier unsere Empfehlungen für die wichtigsten Bereiche:
Sicherheit
Wordfence Security oder Solid Security schützen Ihre Website vor Hackerangriffen, Brute-Force-Attacken und Malware. Ein Sicherheits-Plugin ist absolute Pflicht für jede WordPress-Website.
SEO
Yoast SEO oder Rank Math helfen Ihnen, Ihre Seiten für Suchmaschinen zu optimieren. Sie erhalten für jeden Beitrag konkrete Verbesserungsvorschläge für Title, Meta-Description und Keyword-Verwendung.
Performance
WP Super Cache oder LiteSpeed Cache beschleunigen Ihre Website durch Caching. Ergänzen Sie dies durch ShortPixel oder Imagify für die Bildkomprimierung.
Backup
Mit UpdraftPlus erstellen Sie regelmäßige Backups Ihrer Website und können diese im Notfall mit wenigen Klicks wiederherstellen. Mehr dazu erfahren Sie in unserem WordPress Backup-Ratgeber.
Kontaktformular
WPForms Lite oder Contact Form 7 ermöglichen es Ihren Besuchern, Sie direkt über die Website zu kontaktieren.
Wichtig: Installieren Sie nur Plugins, die Sie wirklich benötigen. Jedes zusätzliche Plugin kann die Ladezeit beeinflussen und potenzielle Sicherheitsrisiken mit sich bringen.
Schritt 6: Seiten erstellen und gestalten
Mit dem Block-Editor (Gutenberg) erstellen Sie Inhalte ganz intuitiv per Drag & Drop. Der Editor arbeitet mit Blöcken – jeder Absatz, jedes Bild, jede Überschrift ist ein eigener Block, den Sie frei anordnen können.
Die wichtigsten Seiten für Ihre Website
- Startseite: Der erste Eindruck zählt – präsentieren Sie hier Ihr Angebot klar und ansprechend
- Über uns: Stellen Sie sich und Ihr Unternehmen vor, schaffen Sie Vertrauen
- Leistungen/Produkte: Beschreiben Sie detailliert, was Sie anbieten
- Kontakt: Mit Kontaktformular, Adresse und ggf. Anfahrtskarte
- Impressum: In Deutschland gesetzlich vorgeschrieben
- Datenschutzerklärung: Ebenfalls Pflicht gemäß DSGVO
Tipps für gute Inhalte
Schreiben Sie Ihre Texte immer für Ihre Besucher, nicht für Suchmaschinen. Verwenden Sie kurze Absätze, aussagekräftige Zwischenüberschriften und lockern Sie den Text mit Bildern, Listen und Zitaten auf. Achten Sie auf eine klare Struktur mit einer logischen H2/H3-Hierarchie.
Schritt 7: Blog einrichten und Beiträge schreiben
Ein Blog ist eine hervorragende Möglichkeit, regelmäßig neue Inhalte zu veröffentlichen und so mehr Besucher über Suchmaschinen zu gewinnen. WordPress wurde ursprünglich als Blog-System entwickelt und bietet hier nach wie vor hervorragende Funktionen.
Erstellen Sie unter „Beiträge → Erstellen" Ihren ersten Blog-Artikel. Nutzen Sie Kategorien, um Ihre Beiträge thematisch zu ordnen, und Schlagwörter (Tags) für feinere Zuordnungen. Planen Sie einen regelmäßigen Veröffentlichungsrhythmus – Konsistenz ist wichtiger als Häufigkeit.
Schritt 8: WordPress für Suchmaschinen optimieren (SEO)
Suchmaschinenoptimierung sorgt dafür, dass Ihre Website bei Google und anderen Suchmaschinen gefunden wird. Die wichtigsten SEO-Maßnahmen für WordPress:
Technisches SEO
- SEO-freundliche Permalinks aktivieren (Einstellungen → Permalinks → Beitragsname)
- SSL-Zertifikat einrichten (HTTPS) – bei fokus hosting automatisch inklusive
- Ladezeit optimieren durch Caching und Bildkomprimierung
- XML-Sitemap erstellen (automatisch über Yoast SEO oder Rank Math)
- Website in der Google Search Console anmelden
On-Page-SEO
- Für jede Seite ein Fokus-Keyword definieren
- Keyword im Title, in der Meta-Description und in der H1-Überschrift verwenden
- Alt-Texte für alle Bilder hinterlegen
- Interne Verlinkungen zwischen thematisch verwandten Seiten setzen
- Regelmäßig neue, hochwertige Inhalte veröffentlichen
Schritt 9: WordPress absichern
Sicherheit ist bei WordPress ein zentrales Thema. Als populärstes CMS ist WordPress ein beliebtes Ziel für Hacker. Mit diesen Maßnahmen schützen Sie Ihre Website effektiv:
- Starke Passwörter für alle Benutzerkonten verwenden
- Zwei-Faktor-Authentifizierung für den Admin-Bereich aktivieren
- WordPress, Themes und Plugins immer auf dem neuesten Stand halten
- Nicht benötigte Themes und Plugins deinstallieren (nicht nur deaktivieren)
- Login-Versuche begrenzen mit einem Sicherheits-Plugin
- Admin-Benutzername nicht „admin" nennen
- Regelmäßige Backups erstellen und extern speichern
Bei unserem Managed WordPress Hosting übernehmen wir einen Großteil dieser Sicherheitsmaßnahmen für Sie. Automatische Updates, Malware-Scans und eine Web Application Firewall sind standardmäßig aktiv.
Schritt 10: Backups einrichten
Ein aktuelles Backup ist Ihre Lebensversicherung im Falle eines Hackerangriffs, eines fehlerhaften Updates oder versehentlich gelöschter Inhalte. Richten Sie vom ersten Tag an automatische Backups ein.
Wir empfehlen das Plugin UpdraftPlus für automatisierte Backups. Konfigurieren Sie es so, dass es:
- Täglich ein Datenbank-Backup erstellt
- Wöchentlich ein vollständiges Backup (Dateien + Datenbank) anfertigt
- Die Backups automatisch in einen externen Speicher überträgt (z. B. Google Drive, Dropbox)
- Mindestens die letzten 5 Backups aufbewahrt
Ausführliche Informationen finden Sie in unserem WordPress Backup-Ratgeber.
WordPress erweitern: Die nächsten Schritte
Sobald Ihre Grundinstallation steht, können Sie WordPress um zahlreiche Funktionen erweitern:
- Online-Shop: Mit WooCommerce erstellen Sie einen professionellen E-Commerce-Shop
- Mitgliederbereich: Plugins wie MemberPress ermöglichen exklusive Inhalte für registrierte Nutzer
- Mehrsprachigkeit: Mit WPML oder Polylang übersetzen Sie Ihre Website in mehrere Sprachen
- Newsletter: Mailchimp oder Newsletter-Plugins helfen beim E-Mail-Marketing
- Buchungssystem: Für Termine und Reservierungen gibt es spezialisierte Plugins
Vergleichen Sie auch gerne WordPress mit anderen Lösungen in unserem Artikel WordPress vs. Website-Baukasten, um sicherzustellen, dass WordPress die richtige Wahl für Ihr Projekt ist.
Häufig gestellte Fragen
Ist WordPress wirklich kostenlos?
Ja, die WordPress-Software selbst ist kostenlos (Open Source). Kosten entstehen für Hosting (ab ca. 5 €/Monat), eine Domain (ca. 10 €/Jahr) und optional für Premium-Themes oder -Plugins.
Wie lange dauert es, eine WordPress-Website zu erstellen?
Die technische Installation dauert weniger als 30 Minuten. Eine komplette Website mit individuellem Design, Inhalten und Funktionen kann je nach Umfang einige Stunden bis mehrere Tage in Anspruch nehmen.
Brauche ich Programmierkenntnisse für WordPress?
Nein, WordPress lässt sich vollständig ohne Programmierkenntnisse bedienen. Für individuelle Anpassungen sind HTML- und CSS-Grundkenntnisse hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich.
Welches Hosting ist am besten für WordPress?
Für Einsteiger empfehlen wir Managed WordPress Hosting, das speziell auf WordPress optimiert ist. Bei fokus hosting erhalten Sie vorinstalliertes WordPress mit automatischen Updates und Backups.
Kann ich mit WordPress einen Online-Shop erstellen?
Ja, mit dem kostenlosen Plugin WooCommerce verwandeln Sie WordPress in einen vollwertigen Online-Shop mit Produktverwaltung, Warenkorb, Zahlungsabwicklung und Versandoptionen.